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Serotoninrezeptorbindung bei Hunden mit schwerer Angststörung

Eine Arbeitsgruppe der Belgischen Universität Ghent, mit dem Erstautor Simon Vermeire (veröffentlich im Journel of Nuclear Medicine50, Februar 2009, Seite 284–289) zeigt, dass bei Hunden mit schwerwiegender Angststörung die Bindungsfähigkeit des Serotonins an einen der speziell dafür ausgebildeten Rezeptoren (5-HT2A) im Bereich des vorderen Stirnhirns, des seitlichen Schläfenhirns und auf der rechten Seite des Gehirns auch im Bereich des Hinterhaupts wesentlich verändert ist. Alle Hunde mit schwerwiegender Angststörung hatten geringere Serotoninbindungsfähigkeiten in diesen Hirnabschnitten. Bemerkenswert ist dies vor allem auch, dass genau in den gleichen Hirnabschnitten auch bei Menschen mit schwerer Angststörung einschlägige Probleme bekannt sind. Auch hier scheint also das Gehirn eines Hundes ähnlich zu funktionieren wie das des Menschen. Daneben ist es bemerkenswert, dass Serotoninmangel bzw. ein Mangel an Serotoninbindungsfähigkeit nun auch nicht nur im Zusammenhang mit Affektaggression beim Hund, sondern auch mit der Angststörung belegt ist.